TRADINNO

TRADition und INNOvation - neuer Further Drache


Projektverlauf

 

August 2001

- Idee: statt der Drachen-Komplettsanierung gleich einen "Neuen"

- Herantreten der Stadt Furth im Wald an die Firma Zollner Elektronik AG und an das Mechatronik-Kompetenznetzwerk im LK Cham mit der Beauftragung zur Konzepterstellung

   o sofortige Bereitschaft, an der Konzepterstellung mitzuwirken

 

Oktober 2001

- erste Gespräche mit den jeweils Verantwortlichen

- Entscheidung für eine vorläufige Teilsanierung des derzeitigen Drachen, priorisiert nach Dringlichkeit

- Start der Konzeptfindungsphase für einen "Neuen"

 

November 2001 bis Mai 2002

- zahlreiche Meetings und Beratungsgespräche mit potentiellen Projektpartnern, u.a. Fa Menzi Muck (CH), Fa. Josef Rädlinger, TU München, FH Deggendorf, ...

- zahlreiche Gespräche bzgl. Design und künstlerischer Gestaltung

   o Beteiligt: Herr Bürgermeister Macho, Herr Etzel-Ragusa, Herr Hermann Scheuer, Herr Richard Dolan

 

Mai 2002

- erstellen eines vorläufigen Anforderungsprofils (Wunschliste, Lastenheft)

   o Beteiligt: Sandro Bauer (Zollner Elektronik AG) und Alexander Etzel-Ragusa (Regisseur der Drachenstich-Festspiele)

- Entscheidung der Fa. Zollner Elektronik AG, für den Start der Mechanik-, Elektronik- und Softwareentwicklung eines Konzeptmodells im Maßstab 1:4

- Stellen eines Projektförderantrages an die Regierung der Oberpfalz durch das Mechatronik-Kompetenznetzwerk im Landkreis Cham; leider mit negativem Ergebnis, da nicht klar ist, welchem Bereich das Projekt zuzuordnen ist (Forschung/Technik, Wirtschaftsförderung, Kultur, Tourismus)

 

August 2002

- Herr Prof. Dr. Gerd Hirzinger wird beim Further Hofrecht von Herrn Staatsminister Wiesheu gebeten, ein Konzept zu erstellen

 

September 2002

- Kontaktaufnahme durch Herrn Prof. Dr. Gerd Hirzinger mit der Zollner Elektronik AG, gemeinsam mit der FH Deggendorf (Herr Prof. Dr. Firsching)

- zeitgleich: Inbetriebnahme des "Zollner-Modells"

 

Oktober 2002

- erstes Treffen mit Herrn Prof. Dr. Hirzinger, Vorstellung des Modells, Informationsabgleich über bisherige Aktivitäten

- gemeinsame Entscheidung, dass zum Zollner-Vierbeiner-Konzept noch ein Konzept mit Fahrzeugvariante durch Herrn Prof. Dr. Hirzinger erstellt wird

 

November 2002

- Erweitern des Modells um Hals/Kopf und Schwanz, sowie weiterer Sensorik und Sicherheitseinrichtungen

 

Januar 2003

- Präsentation der beiden Konzepte (DLR und Zollner Elektronik AG) beim Drachenstichfestausschuss in Furth im Wald

- neuer Förderantrag durch das Mechatronik-Kompetenznetzwerk um die Zuteilung von kurzfristig frei gewordenen EU-Mitteln, leider ebenfalls mit negativem Ergebnis

 

Mai 2003

- Präsentation des Zollner-Modells bei der Further Messe und in der überregionalen Presse -> starker Andrang und großes Interesse am Messestand

- TV-Auftritte mit dem Zollner Modell (z.B. BR-Rundschau)

- Kontaktaufnahme mit der Bosch-Rexroth AG

   o großes Interesse an der Mitwirkung an diesem Projekt

 

Juli 2003

- Präsentation des Modells beim Bayerischen Fachforum für Mechatronik in Regensburg

 

Oktober 2003

- Besuch von Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bei der Zollner Elektronik AG

 

November 2003

- Auftritt des Zollner-Modells in der großen Knoff-Hoff-Show

 

Oktober 2004

- Präsentation des Modells anlässlich der Münchner Wissenschaftstage in München an der LMU

 

 

September 2005

- Thomas Reitinger von der FH-Regensburg beginnt bei der Zollner Elektronik AG seine Diplomarbeit zum Thema <<Antriebskonzept und Auslegung eines Beines>>. Er wird an der FH-Regensburg von Herrn Prof. Dr. Schaeffer betreut.

- Die beiden führenden Unternehmen Festo AG (Pneumatik) und Kuka GmbH (Robotik) bekunden ihre Bereitschaft, am Projekt mitzuarbeiten.

- Gespräche mit der Regierung von Niederbayern/Oberpfalz in Regensburg bezüglich der Fördermöglichkeiten des Tradinno-Projekts mit "positiven Signalen". Initiiert wurden diese Gespräche von Herrn Klaus Schedlbauer vom Landratsamt Cham und vom Further Bürgermeister Reinhold Macho, der leider während dieser Phase des Projekts verstarb.

 

Oktober 2005

- Beratungsgespräche zwischen der Zollner Elektronik AG und Prof. Hirzinger und Herrn Schedl vom DLR über die Auslegung des Antriebs und der Kinematik im Hinblick auf die anstehende Diplomarbeit von Herrn Reitinger

 

November 2005

- die Diplomarbeit von Herrn Reitinger nimmt Formen an und deutet im Moment die grobe technische Richtung des Projekts an.

- Die Gespräche mit der Regierung Niederbayern/Oberpfalz bzgl. Fördermittel im Sinne einer 50%-Cofinanzierung werden konkreter. Die Bewilligung dieser Mittel hat über die Bayerische Staatsregierung zu erfolgen.

 

Dezember 2005

- Sondierungsgespräche mit Vertretern der Regierung Niederbayern/Oberpfalz über die Förderrichtlinien und die Gestaltung des Förderantrags. Gesprächsführer von Seiten des Antragstellers: Herr Klaus Schedlbauer, Wirtschaftsreferent vom Landratsamt Cham und Frau Lisa Kager von den Drachenstichfestspielen e.V.

- Kontaktaufnahme mit der Bosch-Rexroth AG (Bereich Bühnentechnik) mit der Terminabsprache zu einem Treffen bzgl. der Gestaltungsmöglichkeiten eines hydraulischen Hauptantriebs als Ergebnis aus der Diplomarbeit des Herrn Reitinger

- Als Nachfolger des verstorbenen Bürgermeisters Macho wird Johannes Müller zum neuen Bürgermeister von Furth im Wald gewählt. Johannes Müller war vorher Wirtschaftsreferent im Landkreis Regen.

 

Januar 2006

- Einreichung des Förderantrags zum Tradinno-Projekt bei der Regierung von Niederbayern/Oberpfalz über die Bewilligung von EU-Mittel aus dem Interreg 3a Programm.

 

Januar 2006 bis April 2006

- Suche nach privaten Sponsoren und Investoren.

- Aufstellen eines Finanzierungsplans durch den 1. Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, Bürgermeister Johannes Müller und durch den Wirtschaftsreferenten des Landkreises Cham und gleichzeitig Geschäftsführer des Mechatronikkompetenznetzwerks des Landkreises Cham Klaus Schedlbauer.

 

Februar 2006

- Die Diplomarbeit von Herrn Thomas Reitinger kommt zum Abschluss. Sie beschäftigte sich mit der Auslegung der Schreitbeine und ermittelte ein Grobkonzept für den Hauptantrieb.

 

März 2006

- Herr Andreas Winterl, Maschinenbauabsolvent der Fachhochschule Regensburg beginnt seine Diplomarbeit mit dem Thema "Konzeptionierung, Auslegung und Konstruktion eines Fahrantriebs für den Schwerlastbereich". Die Diplomarbeit von Herrn Winterl wird an der FH-Regensburg durch den Dekan des Fachbereichs Maschinenbau Herrn Prof. Dr. Georg Rill betreut. Als Ergebnis dieser Diplomarbeit soll ein fahrbarer Untersatz für die Laufmaschine konstruiert werden, auf den der neue Further Drache aufgesetzt und durch kurviges oder steiles/abschüssiges Terrain bewegt werden kann. Auf diesem Fahrzeug, dass aussen auch mit "Drachenhaut" verkleidet wird soll der Drache auch beim Festumzug durch die Strassen der Stadt Furth im Wald gefahren werden.

- Die beiden Diplomanden Stefan Göttlinger (Informatik/Uni Passau) und Peter Paulus (Informatik/FH-Regensburg) beginnen ihre Diplomarbeiten mit dem Thema "Auslegung, Konzeptionierung, Konfiguration und Aufbau einer Time-Triggered-Bustechnologie als Anwendung in einer mechatronischen Laufmaschine.

 

Juni 2006

- Bewilligung von EU-Fördermitteln in Höhe von 800.000 Euro.

 

Juli 2006

- 13.07.2006: Bewilligung und Zuteilung von 250.000 Euro aus Mitteln der Bayerischen Landesstiftung.

- Die Diplomarbeit von Herrn Andreas Winterl kommt zum Abschluss.

 

September 2006

- Herr Max Klingseisen, Maschinenbauabsolvent der Fachhochschule Regensburg beginnt seine Diplomarbeit mit dem Thema "Konzeptionierung, Auslegung, und Konstruktion des Tragrahmens einer mechatronischen Laufmaschine". Die Diplomarbeit von Herrn Klingseisen wird an der FH-Regensburg von Herrn Prof. Dr. Schaeffer betreut.

 

November 2006

- Der Förderbescheid über 800.000 Euro aus EU-Mitteln wurde offiziell durch den Regierungspräsidenten der Regierung der Oberpfalz Herrn Dr. Kunert an die Stadt Furth im Wald überreicht. Der Antrag der Stadt Furth im Wald auf freihändige Vergabe des Auftrags an die Zollner Elektronik AG wurde ebenfalls durch die Regierung der Oberpfalz genehmigt, sodass mit Zustimmung durch den Stadtrat von Furth im Wald Anfang Dezember der Auftrag an Zollner vergeben werden kann.

 

Dezember 2006

- Mit Stadtratsbeschluss der Stadt Furth im Wald vom 06.12.2006 wurde der Auftrag für die Entwicklung und den Bau des neuen Further Drachen an die Zollner Elektronik AG vergeben.

 

Februar 2007

- 02.02.07: offizieller Projektstart bei Zollner mit dem Zollnerprojektteam

- Max Klingseisen schließt seine Diplomarbeit ab und betreut bei Zollner weiterhin das Thema "Drachenrumpf mit "Innereien" und deren gleichmäßiger Verteilung", sowie die Schnittstelle zwischen Mechanik und Haut.

 

März 2007

- Benjamin Karl von der FH-Deggendorf beginnt seine Diplomarbeit mit dem Thema "Konzeption und Konstruktion des Kopfes". Dieses anfangs trivial erscheinende Thema birgt einige Tücken in sich: zum Kopf gehören nämlich auch die Animationselemente, wie Stirnrunzeln, Augenbrauen, Lefzen, Augen, Pupillenbewegungen und -erweiterung/-verengung, Maul, Zähne, Feuer, Rauch, Blut.

- Franz Pfeffer beginnt seine Diplomarbeit mit dem Thema "Mehrkörpersimulation des Gesamtsystems in den einzelnen Betriebszuständen". Diese Simulation wird er mit dem Softwaretool SIMPACK (www.simpack.com) von der SIMPACK AG aus Gilching durchführen. Betreut wird Franz Pfeffer durch die SIMPACK AG, aber auch durch Mitarbeiter des DLR (Institut für Robotik und Mechatronik) mit freundlicher Unterstützung durch Herrn Prof. Dr. Hirzinger; Hauptbetreuer durch die FH-Regensburg ist Herr Prof. Dr. Schaeffer.

- Andreas Breu von der FH Zwickau beginnt seine Diplomarbeit und entwickelt dabei eine Fernbedienung für das Fahrgestell des Drachen

 

Mai 2007

- Der TÜV-Süddeutschland begleitet die Zollner Elektronik AG während des Projektes als Dienstleister bei der Erfüllung der Anforderungen der "funktionalen Sicherheit", die aus der DIN IEC 61 508 entstehen.

Als ersten Schritt erstellt das Zollner-Team eine Risikoanalyse, in der alle Funktionen und dabei auftretenden Fehler analysiert und nach Norm bewertet werden.

Im Anschluss werden die Funktionen und deren Fehler mit dem höchsten Schadensmaß betrachtet und Maßnahmen (sowohl technische, als auch organisatorische Maßnahmen) eingeleitet, um das Auftreten des betreffenden Fehlers zu vermeiden.

 

Juni 2007

- Dorst Technologies aus Bad Kötzting, bzw. aus Kochel am See erklärt sich bereit, die Zollner Elektronik AG im Projekt zu unterstützen. Dorst ist führender Hersteller von hydraulischen Pressen (www.dorst.de).

Herr Martin Dachs, Werksleiter von Dorst in Bad Kötzting stellt den Kontakt her und Herr Dr. Menzel vom Dorst-Technologiezentrum aus Kochel am See entwickelt ein innovatives Hydraulikkonzept, durch das die erforderliche Antriebsleistung durch den Verbrennugnsmotor erheblich reduziert werden kann. Damit verbunden sinkt natürlich sowohl das Gewicht für den Antrieb, als auch die Lautstärke und die erforderliche Kühlleistung.

 

Juli 2007

- Die Zollner-internen BA Studenten Michael Igl und Matthias Wutz beginnen ihre Diplomarbeiten. Michael Igl beschäftigt sich mit dem Konzept, der Auslegung und der Konstruktion der Flügel in Leichtbauweise bei hohen dynamischen Belastungen infolge schneller Bewegungen

Matthias Wutz entwickelt einen Lagesensor zur Erkennung der Lage und der Neigung des Aufbaus.

 

September 2007

- Die Moog GmbH (www.moog.de) entwickelt aus dem Hydraulikkonzept der Dorst Technologies einen Hydraulikschaltplan. Besonders die Qualität und die Verfügbarkeit der Moog-Komponenten sprechen für deren Einsatz beim Tradinno.

- Als Fertiger und Lieferant für die Hydraulikzylinder wird der Projektpartner Lingk&Sturzebecher GmbH (www.lingk-sturzebecher.de) ausgewählt. Beim Tradinno werden die Leichtbauzylinder der L&S-Reihe aus CFK zum Einsatz kommen. Dadurch lässt sich das Gewicht im Verhältnis zu Stahlbauzylindern erheblich reduzieren.

- Anlässlich einer Projektpräsentation im Landratsamt Cham erklären sich verschiedene Firmen bereit, am Drachenprojekt mitzuwirken:

  o die Deuringer GmbH (www.deuringer.de) aus Furth im Wald wird den Kopf des Drachen fertigen

  o die Mühlbauer Maschinenbau GmbH aus Runding (www.muehlbauer-runding.de) wird die Schreitbeine fertigen

   o die Leoni Draht GmbH aus Bad Kötzting (http://www.leoni.de/LEONI-Draht-GmbH-Bad-Koetzting.187.0.html) stellt ihre Produkte und ihr Know-How bzgl. Kabel und Steckverbindungen zur Verfügung

- Die Diplomanden Benjamin Karl, Franz Pfeffer, Andreas Breu, Michael Igl und Matthias Wutz schließen ihre Diplomarbeiten sehr erfolgreich ab.

Benjamin Karl beschäftigt sich weiterhin mit der Detailkonstruktion und der Designanpassung des Kopfes.

Franz Pfeffer simuliert weiterhin mit SIMPACK. Er erweitert das Modell um Elastizitäten und beschätfigt sich in der Simulation mit regelungstechnischen Ansätzen zur Steuerung und Regelung des Systems.

Michael Igl arbeitet ebenso weiter im Team mit und beschäftigt sich neben den Flügeln mit weiteren erforderlichen Komponenten.

- Matthias Preiter von der FH Amberg beginnt seine Diplomarbeit zum Konzept der Fernbedienung und Fernbedienbarkeit des Drachen.

- Thomas Schießl von der FH-Regensburg beginnt seine Diplomarbeit zum Thema "Wärmemanagement und Kühlung des Drachen". Betreut wird er von Prof. Dr. Kauke.

 

Oktober 2007

- Das Antriebskonzept des Drachen wurde festgelegt: Hauptantrieb ist ein PKW-Dieselmotor mit 125kW Antriebsleistung.

Die erforderliche Antriebsleistung des Systems wird bei 85kW liegen.

Der Verbrennungsmotor versorgt bei einer Drehzahl von 2250 U/min über ein Untersetzungsgetriebe zwei verstellbare Hydraulikpumpen bei einer Drehzahl von 1500 U/min (Hochdruck 220bar und Niederdruck 70bar), sowie weitere Nebenantriebe.

- Die Sauer Bibus GmbH legt das Hydrauliksystem für das Fahrgestell und den Fahrantrieb aus und stellt die entsprechenden Komponenten zur Verfügung.

 

November 2007

- Die Suche nach einem passenden Dieselmotor mit den gewünschten 125kW Antriebsleistung gestaltet sich schwierig. Die verschiedenen Automobil-Hersteller verfügen zwar über breite Motorenpaletten, doch die Einsatzmöglichkeiten für Sonderapplikationen wie in unserem Falle sind sehr begrenzt. Hauptgrund dafür ist das elektronische Sicherheitssystem, mit dem die Motoren vor Zweckentfremdung geschützt werden.

- Die Sicherheitsanalyse wird von Seiten der Firma Zollner abgeschlossen und dem TÜV zur Prüfung vorgelegt. Dieser nimmt das Dokument ab.

- Ein weiterer Diplomand konnte für unser Projekt begeistert werden: Herr Robert Weiß beginnt seine Diplomarbeit zum Thema "Detaillierte Sicherheitsanforderungsanalyse der Steuerungstechnik einer vierbeinigen Schreitmaschine". Als Betreuer von Seiten der FH Deggendorf fungiert Prof. Dr. Müller.

Weiß wird sich nun damit beschäftigen, mit welchen Maßnahmen man den in der Sicherheitsanalyse festgestellten Risiken entgegenwirken kann.

 

Dezember 2007

- Ein passender Motor ist gefunden! Volkswagen bietet uns einen 2,0-Liter-TDI-Motor mit Industriesteuergerät an. Dadurch wird uns erlaubt, auf die Motorsteuerung zuzugreifen und den Motor drehzahlgeregelt bei 2250 U/min zu betreiben. In diesem Arbeitspunkt wird der Motor über die gewünschte, maximale Leistung von 83kW bei einem maximalen Drehmoment von 320Nm verfügen.

Der Motor wird sowohl beim Drachen als auch beim Transporter zum Einsatz kommen.

- Das Autohaus Silberbauer in Bad Kötzting (www.autohaus-silberbauer.de) wird uns als VW-Vertriebspartner beim Einpassen des Motors in unser System und bei dessen Inbetriebnahme zur Seite stehen.

- Das Unternehmen Lingk&Sturzebecher präsentiert erste Ergebnisse zum Konstruktionsstand der CFK-Zylinder. In Abstimmung mit den Entwicklern der Firma Zollner werden diese überarbeitet und man darf auf einen baldigen Konstruktions-Endstand hoffen.

 

Januar 2008

- Thomas Schießl schließt seine Diplomarbeit zum Thema "Wärmemanagement und Kühlung des Drachen" mit großem Erfolg ab. Er bleibt dem Drachen-Projekt treu und wird sich der Detaillierung des Antriebssystems annehmen.

- Die Firma Leoni Protec in Schmalkalden (www.leoni-tmrs.com), ein Mitglied der Leoni Gruppe, das sich auf die Verkabelung von Industrierobotern spezialisiert hat, wird Partner in allen Fragen, die die Verlegung der Kabel beim Drachen betreffen.

- Geschäftsführer Christian Sander von der Hieber Maschinenbau GmbH aus Barbing Nähe Regensburg (www.hieber-ias.de) besucht die Firma Zollner in Zandt und stellt sein Konzept zur Fertigung von großen Rahmenkonstruktionen vor. Dieses besteht im Kern aus der Verbindung von Blechen durch verschiedene Steck- und Schweißtechniken. Herr Sander kann mit seinem Konzept überzeugen und Benjamin Karl, Andreas Winterl und Max Klingseisen beginnen bei Kopf, Transporter und Rahmen diese Konstruktionsweise einfließen zu lassen.

 

Februar 2008

- Johannes Müller, Bürgermeister der Stadt Furth im Wald, präsentiert bei einer Bürgerinformationsversammlung folgendes Bild vom aktuellen Konstruktionsstand des Drachen:

März bis Mai 2008

- Die Mitarbeiter im Projektteam der Zollner Elektronik AG arbeiten mit Ihren Projektpartnern weiterhin mit Hochdruck daran, noch im Laufe diesen Jahres ein erstes Bein des Drachen in Betrieb nehmen zu können. Dazu müssen allerdings

  • der Antriebsstrang samt Kühlsystem
  • das Hydrauliksystem
  • der Tragrahmen
  • das komplette System "Transporter"
  • die mechanische Struktur des Beines selbst
  • die nötige elektonische Hard- und Software

exakt ausdetailiert werden.

Dies legt viele Abstimmungen untereinander zugrunde. Weiter führen die Innovation und Komplexität des Baus einer vierbeinigen Laufmaschine in Drachenform dazu, dass viele Konstruktions- und Applikationsprozesse länger als angenommen andauern.

- Bürgermeister Müller gibt öffentlich bekannt, dass oben erwähnte Schwierigkeiten dazu führen könnten, dass der neue Drache erst bei den Festspielen im Jahr 2010 zum Einsatz kommen kann.

- Die Gespräche mit dem TÜV Süd verlaufen positiv. Die zur Abnahme nötigen Abstimmungen in Bezug auf Sicherheit des Hydrauliksystems, der Elektronik, der mechanischen Festigkeitswerte usw. sind weit fortgeschritten.

- Im Hauptwerk Zandt der Zollner Elektronik AG wurde durch Umstrukturierung eine Halle für den Drachenbau zur Verfügung gestellt. Diese Halle wird momentan nach den Wünschen des Drachenteams ausgestattet. Die örtlichen Voraussetzungen zum Zusammenbau des Drachens sind damit geschaffen.

- Der Diplomand Matthias Kufner, Maschinenbaustudent der FH Deggendorf beginnt seine Diplomarbeit mit dem Thema "Erstellung eines mathematischen Modells eines Beines einer vierbeinigen Laufmaschine, sowie Entwicklung einer optimalen Bahnkurve und Aufzeigen von möglichen Regelkonzepten eines Beines mit den dazugehörigen Simulationen am Digitalrechner". Betreut wird er an der FH Deggendorf von Herrn Prof. Dr.-Ing. Christoph Rappl.

 

Juni 2008

- Mittlerweile treffen immer mehr Komponenten von unseren Partnerfirmen im Hauptwerk Zandt ein. Dies sind u.a. die Verbrennungsmotoren, die Kühler für Drache und Transporter, der Subwoofer, die Pumpen für die Hydraulik oder der Tragrahmen für den Antriebsstrang des Drachen. Dabei stellen sich leider  v.a. die Verbrennungsmotoren als noch große Baustelle heraus, da diese erst noch von 63 KW auf 103 KW aufgerüstet werden müssen (anderer Turbolader, andere Pumpe-Düse-Elemente, anderer Ansaugstutzen, ...).

- Für die Elektronik des Drachen konnten die ersten Boards bestückt und in Betrieb genommen werden. Die Inbetriebnahme stellte sich als großer Erfolg für unsere Elektroniker heraus, da die Boards auf Anhieb ihre Funktion erfüllten.

- Auch die restliche Elektronik-Hardware macht große Fortschritte (Schaltkasten, Energieversorgung, Funk-Modul, ...) und wird bald zum Abschluss kommen können. Danach werden sich unsere Elektroniker der nächsten großen Herausforderung stellen: die Software für den Vierbeiner

- Die mechanischen Konstruktionen von Transporter, Rumpf, Beinen und Kopf machen große Fortschritte. V.a. beim Transporter kann man von einem Fertigungsstart im September diesen Jahres ausgegangen werden.

 

Juli 2008

- Die Regierung des Freistaates Bayern entschließt sich, einen Teil der Transrapid-Millionen für Technologie-Projekte (Programm Bayern-FIT) im Freistaat Bayern zu verwenden. Dank Initiative von Herrn Prof. Dr. Hirzinger vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wird dem Kompetenznetzwerk Mechatronik im Landkreis Cham hieraus ein größerer Betrag für Innovationsprojekte im Rahmen der Entwicklung und des Baus des neune Further Drachen zugesprochen.

Für das Unternehmen Zollner ist dies zunächst nicht die große Unterstützung, so wie es aus ersten Pressemitteilungen den Anschein hat, denn dieser Betrag kann nur für technologische Innovationen verwendet werden.

Bisher griffen die Konstrukteure aus finanziellen Nöten und aus Zeitdurck jedoch bevorzugt auf bewährte, intelligente und konfektionelle  Lösungen zurück. Dies nun noch umzuwerfen ist schier unmöglich, denn dann müsste man den Liefertermin des neuen Drachen mindestens um 2 Jahre verschieben.

Angestrebt werden nun als technologische "Schmankerl" einige Add-On-Systeme, die den bisherigen Konstruktionsverlauf nicht beeinflussen.

- Wichtiger ist die Erhöhung der Kofinanzierung durch die EU auf 1,15 Millionen Euro. D.h., kann die Stadt Furth im Wald den gleichen Betrag an Sponsorengeldern auftreiben, stehen insgesamt 2,3 Millionen Euro für den neuen Drachen zur Verfügung und die Finanzierung ist gesichert.

 

August 2008

- Matthias Kufner schließt seine Diplomarbeit mit sehr interessanten Ergebnissen im Hinblick auf die Regelungsstrategie und Regelungstechnik des Schreitbetriebes ab. Besonders wichtig sind diese Ergebnisse auch im Hinblick auf die maximal zu erreichende Geschwindigkeit im Schreitbetrieb.

Als Mitarbeiter der Zollner Elektronik AG wird sich Matthias Kufner auch nach seinem sehr erfolgreich abgeschlossenen Studium an der FH Deggendorf weiterhin bei der Implementierung seiner Ergebnisse mit dieser Thematik beschäftigen.

- Der Diplomand Thomas Brandl, Maschinenbaustudent an der FH Regensburg beginnt seine Diplomarbeit mit dem Thema "Aufbau und Inbetriebnahme eines Sonderfahrzeuges". An der FH Regensburg wird er durch Herrn Prof. Dr. Georg Rill betreut.

 

November 2008

- Inbetriebnahme der beiden Verbrennungsmotoren

 

Januar 2009

- Transporter fertig zur Hydraulikmontage

 

Februar 2009

- Hydraulik - Verrohrung und Verschlauchung bei der Dorst Technologies in Bad Kötzting

- Beginn der 3D-Umsetzung des Drachendesigns. Patrick Lehn überträgt den Designentwurf von Sikander Goldau als 3D-Flächenmodell in den PC

 

März 2009

- Beginn der Drachenrumpffertigung bei der Hieber GmbH in Barbing

 

April 2009

- Beginn der Fertigung des ersten Beines bei der Mühlbauer Maschinenbau GmbH in Runding

 

Mai 2009

- PIT-Schweißnahtnachbehandlung der Rumpfnähte und der Beinnähte durch die PITEC-GmbH (Hr. Gerster, Hr. Schäfers, Hr. Spies)

- Erste Fahrversuche mit dem Transportwagen

- Montage des Antriebsaggregats in den Drachenrumpf (Hochzeit), sowie Montage weiterer Rumpf-"Innereien"

- Aufsetzen des Drachenrumpfs auf den Transporter zur weiteren Montge

 

Abb.: Drachenrumpf auf dem Transportwagen (Stand 03.06.2009)

 

Juni 2009

- Pressekonferenz zum aktuellen Stand des Projekts

- Montage des vormontierten Beins an den Drachenrumpf

Abb.: Bein unmittelbar vor der Montage an den Rumpf

 

 

Abb.: Bein am Drachenrumpf montiert

 

Juli 2009

- Beginn der Hydraulikverrohrung und -Verschlauchung, sowie Verkabelung von Rumpf und erstem Bein

- Demontage des Transporters zum Oberflächenkorrosionsschutz (Lackieren)

 

August 2009

- Beginn der Drachenschwanzfertigung

 

September 2009

- Beginn der Flügelfertigung

 

Oktober 2009

- Inbetriebnahme des Drachenbeins; das Drachenbein durchfährt die ersten Schreitbahnkurven

- Montage der Flügel an den Rumpf

- 15.10.2009: Besuch der Sponsoren, Förderer und Projektpartner mit Besichtigung der Drachenmontagehalle:

 

Abb.: Sponsoren, Förderer und Projektpartner bei der Besichtigung

 

Abb.: Feuereffekt-Flamme (aus dem Rachen geplant)

 

- Beginn der Fertigung des Halses

 

November 2009

- Beginn der Fertigung der übrigen Beine

- Fertigstellung des Drachenschwanzes und Montage an den Rumpf

 

Dezember 2009

- Fertigstellung des Halses

- Inbetriebnahme des Drachenschwanzes

- Vorbereiten der Kabel und Schläuche für die bevorstehende Montage der Beine

- Präsentation des Drachendesigns

 

Abb.: Drachendesign von Sikander Goldau (technische Änderungen vorbehalten)

 

 

März 2010

- Zwischenzeitlich sind alle Beine montiert und in Betrieb genommen

- Die Software ist soweit fertiggestellt, dass die vier Beine bei insgesamt 20 geregelten Beinachsen den Rumpf auf den vier Beinen im Stand bewegen

 

 

 

 

- Das System hat im derzeitgen Zustand ein Eigengewicht von 7,5 Tonnen

- Mit dem Transporter wurden zwischenzeitlich einige Fahrmanöver und Tests durchgeführt. Der Transporter hat ein Eigengewicht von ca. 4,3 Tonnen

 

April 2010

- Das Vierbeinersystem absolviert die ersten Schritte im Schreitbetrieb mit einem stark vereinfachten Schreitalgorithmus. Die ersten Versuche sind sehr vielversprechend, allerdings unter idealisierten Bedingungen (ebener Boden, ohne Kurvengang) und geringerem Gesamtgewicht

- Die ersten gefertigten Teile des Kopfes werden geliefert und an den Hals montiert. Nach und nach werden die endgültigen Dimensionen der gesamten bierbeinigen Laufmaschine deutlich.

- Drachenschwanz und Drachenhals werden an den Rumpf montiert

- Beginn der Hautlieferungen aus München. Das Team der Fa. Magicon um Joachim Grüninger hat ganze Arbeit geleistet.

- Als erstes werden die Verkleidungsteile des Rumpfes verbaut. Nachdem die beiden Seitenteile und der Rückendeckel angepasst werden, werden die Teile nochmal nach München gebracht und dort endlackiert. Die Drachenhaut erhält ihre endgültige Farbe.

 

Mai 2010

- Im weiteren Verlauf wird der flexible Unterbau von Drachenschwanz und Hals montiert. Die Drachenschuppen werden am flexiblen Unterbau befestigt.

- Die Verkleidungsteile der Beine werden ebenfalls geliefert. Öffnungen am Rumpf und an den Beinen als Zugriff für Wartung und Diagnose werden festgelegt und freigeschnitten.

- Die Augensteuergeräte von der Fa. Maxsol aus Weiding werden geliefert und durch Max Schneider und Thomas Seiderer in Betrieb genommen

- Die Bauchhaut wird angepasst. Öffnungen zum Andocken des Drachen auf den Transporter werden ausgeschnitten und als Klappen umfunktioniert.

 

Juni 2010

- Die künftige Further Drachenmannschaft um Thomas Roßmann mit Hans Lauerer, Marcus Eder und Stefan Ege steuern erstmalig den Drachen mit all seinen Bewegungsmöglichkeiten.

- Die Abdeckung des Kopfes wird geliefert. Zum ersten Mal wird der Endgültige Drachenkopf auf seinen mechanischen Unterbau aufgesetzt - ein imposantes Bild, als die Drachenaugen zum ersten Mal durch die Augenöffnungen des Kopfes schauen.

- Die Stoffbespannung des linken Flügels wird angepasst. Der rechte Flügel wird symmetrisch zum linken nachgenäht - 12,30m Spannweite!

- Weiterhin wird am Schreitbetrieb gefeilt. Nach dem bereits erfolgreichen Geradeausgang auf ebenem Boden geht es an das Erkennen von Bodenunebenheiten und an den Kurvengang.

- MAN stellt eine LKW-Zugmaschine mit Tieflader für den Transport nach Furth im Wald zur Verfügung. Das Einholen der behördlichen Genehmigungen durch den Zollner-Fuhrparkleiter Max Panzer wird in die Wege geleitet

- Alle Vorbereitungen für die Lieferung des Drachen nebst seinem Zubehör für den 02. Juli 2010 laufen auf Hochtouren.

 

 

 

 

Abb.: Vorbereitungen für Gehversuche. Die Ellenbogenbeuge und die Kniekehlen werden noch mit einer flexiblen Hautpartie abgedeckt.

 

Abb.: mechanisches Innenleben und verkleideter Fuß mit Krallen. Die Bauchhaut ist noch nicht lackiert, wird aber noch farblich auf die Kehlschuppen abgestimmt

 

 

Abb.: in der Bauchhaut erkennt man die Öffnung zum Andocken auf den Transporter. Insgesamt gibt es 4 solcher Öffnungen

 

Abb.: ein Blick in die linke Schulter. Die Öffnung wurde vor Ort aufgeschnitten und dient dem Zugriff auf die unter der Haut liegende Mechanik zur Wartung und Instandhaltung. Der Deckel ist mit wenigen Handgriffen zu entfernen und wieder zu montieren.

 

Abb.: Der erste Hofgang. Der neue Drache versorgt sich zum ersten Mal selbst an der Tankstelle...

 

 

 

____________________________________________________________________________

 


zurück zur Projektübersicht